Das Fasten (arabisch: As-Saum / As-Siyam) ist eine der fünf Säulen des Islam. Es ist ein Dienst des Menschen gegenüber Allah, um Sein Wohlgefallen zu erlangen. Im Qur’an heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, damit ihr gottesbewusst werdet.“ (Sure 2:183)
Sprachlich bedeutet „Saum“ Enthaltsamkeit von Worten und Taten. Religiös bedeutet es die bewusste Enthaltung von allem, was das Fasten bricht – vom Beginn des Morgenlichts (Fajr) bis zum Sonnenuntergang (Maghrib).
Schon vor dem Islam wurde gefastet. Maryam (Friede sei mit ihr) legte ein Fasten des Schweigens ab (Sure 19). Der Prophet Dawud (Friede sei mit ihm) fastete jeden zweiten Tag. Der Prophet Muhammad (s) sagte, dies sei das beste freiwillige Fasten (Buchari & Muslim).
Das Fasten ist nicht nur der Verzicht auf Essen und Trinken. Es ist ein Schutz vor schlechten Worten und Taten. Der Prophet sagte: „Wenn sich jemand nicht der Falschheit enthält, liegt Gott nichts daran, dass er sich des Essens enthält.“ (Buchari)
Ramadan beginnt mit der Sichtung der Mondsichel (Hilal). Da das Mondjahr etwa 10–11 Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, verschiebt sich Ramadan jedes Jahr.
1. Was ist das Hauptziel des Fastens laut Sure 2:183?
2. Wann beginnt das tägliche Fasten?
3. Warum verschiebt sich Ramadan jedes Jahr?
4. Was bedeutet „Saum“ sprachlich?
5. Warum ist das Fasten mehr als nur Verzicht auf Essen?